Big Matten Titel
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18.11.2001 in Bremervörde

„Big Matten" begeisterten 160 „Tomatensalat" singende Musikfans.

Folk und Fun im Haus am See


Bremervörde (dr). Im ausverkauften „Haus am See" sorgte die Folkgruppe „Big Matten" für Stimmung und Spaß. Mit Volksliedern aus Irland, Schottland und Kanada bot die Gruppe ein sehr vielseitiges Programm. Zwischen den Songs gab es genug zu lachen, denn auch der berühmte britische Humor kam nicht zu kurz.
Ü ber 160 Musikfans waren zudem von der Stadt Bremervörde organisierten Konzert erschienen. Das Publikum, an langen Tischen sitzend, zeigte zwar am Anfang noch etwas Zurückhaltung. Aber nach zwei drei Songs und ein paar humorvollen Einlagen seitens der Bandmitglieder war das Eis gebrochen und man klatschte und sang mit.
Die Gruppe „Big Matten" gibt es seit 1984. Der Name leitet sich von der plattdeutschen Figur „Lütt Matten" ab. Entsprechend diesem Ursprung gehörten früher auch platt­deutsche Lieder zum Repertoire. Seit dem Weggang eines Bandmitglieds Mitte der 90er Jahre werden fast nur noch Lieder angloamerikanischer Herkunft gespielt. Zu „Big Matten" gehören der Walliser Victor Besch mit seinem Akkordeon und dem Dudelsack, einer „ Great Highland Bagpipe", John Harden aus London, Gesang und Gitarre, sowie Dietrich Krämer aus Bremen, der Mandoline und Bass spielt. Die drei Hobbymusiker leben heute in Bremen und geben Konzerte in ganz Deutschland.
„ Wir haben kein durchgestyltes Programm, sondern versuchen immer flexibel auf die jeweilige Stimmung bei unseren Auftritten zu reagieren", erklärte Bandmitglied Dietrich Krämer nach dem Konzert. Und in der Tat brachten die vier Musiker reichlich Abwechslung in ihr fast dreistündiges Programm. Sowohl flotte Jigs, die zum Mitklatschen und Schunkeln animierten, als auch ruhige irische Balladen wurden geboten. Wie zum Beispiel der Song von den „Four green fields", in dem eine alte Frau beklagt, dass von den ehemals vier grünen Feldern, die ihr gehörten, nur noch drei Felder übrig geblieben seien. Das vierte Feld steht als Synonym für Nordirland und wurde ihr weggenommen. Auf derartig nachdenklich stimmende Lieder folgten populäre Folksongs wie „Whiskey in the Jar" oder „ Seven drunken Nights". Auch der plattdeutsche Bezug wurde hergestellt, wenn von den „Dre Buurn ut Grotensee" gesungen wurde, die mit drei Kisten Bier und fünf Flaschen Korn auf dem Weg zur Kirche waren, aber dort nie ankamen. Gemeinsam mit dem Publikum wurde das bekannte Volkslied „Auf der Mauer, auf der Lauer" zum Besten gegeben.
Im Zugabenteil wurden die Zuhörer noch mal gefordert. Um Probleme beim Text auszuschließen wurde nach der Melodie von „Horch was kommt von draußen rein" einfach „Tomatensalat" oder „Rhabarberkompott" gesungen. Hört sich lustig an. Probieren Sie's mal aus!


 

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