17.3.2003
Das Publikum ging von 0 auf 100: „Big Matten" begeisterte
in der „Aule Schmet" auch die Wirtin
Ein Stück von Irland steckt in jedem
HEILIGENHAUS. Kaum stehen konnte man am Samstagabend in der „Aule
Schmet"' an der Hauptstraße. Der Grund für. diesen
großen Andrang: Die Irish-Folk Band „Big Matten",
Die vielen Besucher bewiesen, dass das Kulturamt mit seiner Planung
mal wieder den Geschmack der Heiligenhauser getroffen hatte.
Zum fünften Mal war die Band in Heiligenhaus zu Gast und selbst
die Wirtin ist mittlerweile Fan der keltischen Volksmusik. „Das
kommt daher, weil hier immer so eine gute Stimmung ist wenn die drei
da sind", erklärt Kerstin Possenheim.
Schon bei den ersten Klängen verwandelte sich die Gaststätte
in einen gemütlichen Pub irgendwo in Irland. Bei dieser heiteren
Atmosphäre war es kein Wunder, dass das Publikum; in wenigen Sekunden
von null auf 100 ging. Bei heißer Graupensuppe und kühlen
Pils wurde mitgeschunkelt und mitgeklatscht. Victor C. Besch, (Akkordeon
und Dudelsack) John Harden (Gitarre) und Didi Krämer (Gitarre)
schufen mit Leichtigkeit eine heitere und ausgelassene Stimmung. Sie
pflegten einen ausgesprochen charmanten Umgang mit den Zuhörern.
Selten sieht man Musiker, die ihre Instrumente so beherzt spielen wie „Big
Matten". Die Mischung aus mitreißenden Jigs und Reels und
Balladen erinnerten an das alte Irland und manch einem blieb bei Victor
C.Beschs Dudelsack-Solo die Luft weg.Der Höhepunkt war eindeutig
mit dem Song „Dirty old town" erreicht,bei dem es keinen
gab ,der nicht inbrünstig mitsang. Ein bisschen irisches Blut
scheint eben in jedem Heiligenhauser zu stecken.
Dass das Trio nicht nur seine Instrumente beherrscht, das bewies, die
Gruppe a cappella mit „Home boys home".
„
Big Matten" gibt es mittlerweile schon seit 20 Jahren. Ursprünglich
waren es jedoch fünf Musiker, und auch der musikalische Schwerpunkt
lag woanders. „In unserem damaligen Programm stützten wir
uns vor allen Dingen auf die Dialekte. Vom Irischen bis hin zum Platt-Deutschen
gab es bei uns alles zu hören", erinnert sich Didi Krämer.
Seit 1995 spielen die Bremer nun zu dritt und haben sich auf einen
einzigen Programmpunkt geeinigt: Irish-Folk.
Wie jeder Musiker hat auch Didi Krämer eine klare Vorstellung
von einem gelungenen Auftritt. „Wenn viele Leute nach Hause gehen
und sich sagen, dass dies für sie ein gelungener Abend war, ist
das die beste Belohnung für mich und die Band", erklärt
er. Und dies eine ist für sie sicher: „Wir haben zwar einen
großen Katalog von Adressen, wo wir auftreten können, aber
Heiligenhaus wird immer eine feste Anlaufstelle bleiben wenn man uns
denn will".
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