10.5.2000 in Hemmendorf
Mit Dudelsack und Schottenrock
Konzert des Folkclubs: Big Matten machte in Hemmendorf richtig Stimmung
Hemmendorf (sto). Um es gleich vorwegzunehmen: Jeder, der am Samstag
nicht beim Konzert des Folkclubs am Ith im „Hemmendorfer Krug" dabei
gewesen ist, hat einen wunderbaren musikalischen Abend mit der Bremer
Folkband „Big Matten" verpasst. Serviert wurde in einem
dreistündigen Programm keltische Volksmusik vom Feinsten. Melancholische
Country-Bal-laden wechselten sich ab mit flotten Jigs und Reels aus
Schottland, Irland und Kanada.
Egal, ob das Trio ein langsames oder ein atemberaubend schnelles Stück
vortrug, die 65 Besucher ließen sich vom gesamten Repertoire
gefangen nehmen. Viele summten und klatschten so eifrig mit, dass ihnen
sogar noch am Ende des Konzerts die Hände brannten. Selbst die
zurückhaltendsten Fans gingen bei dem flotten Sauflied „Whiskey
in the jar" (bekannt durch die „Dubliners) oder „(not)
The wild cat blues" ganz aus sich heraus. Als Victor Besch auf
dem Dudelsack das Solostück „Lucy Cassidy" zum Besten
gab, hätte die Stimmung nicht besser sein können. Die Gäste
konnten über etliche witzige Bemerkungen des Trios lachen, zum
Beispiel: „Victor (ein Brillenträger) ist der einzige Mensch,
dessen IQ genauso groß ist wie seine Dioptrien-Zahl." Ihre
große Leidenschaft für die Musik, die sie nicht hauptberuflich
betreiben, war den Musikern bei jedem Ton aus Gitarre, Mandoline, Knopfakkordeon
oder Dudelsack anzumerken. Victor „Vic" Besch wurde 1960
in Wales geboren. Er arbeitet als Englischlehrer an der Pilotenschule
Bremen und ist Leiter einer Dudelsack-Kapelle. Er trat stilecht im
Schottenrock auf. John Harden, 1947 in England geboren, ist Software-Experte.
Dietrich „Didi" Krämer, geboren 1952 in Osterholz-Scharmbeck
und Gründer von „Big Matten", ist Hausmann. Im Namen „Big
Matten" verbindet sich die englische Sprache mit dem Plattdeutschen,
und heraus kommt eine Übersetzung wie „groß machen".
Eingeleitet wurde der Abend von den Vorsitzenden des Folkclubs, Sabine
und Wolfgang Kapa sowie Welf Schwinge und Andreas Böttcher-Künne.
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